Zentrum der verfolgten Künste
Ein Zentrum der Erinnerung und Aufklärung
Die Verfolgung kritischer Intellektueller scheint eine Konstante der
Geschichte zu sein, die zeitlich und geographisch weit über das
Deutschland der NS-Zeit hinausreicht. Gerade heute wird der Umgang mit
Fremden, Andersdenkenden und Kritikern zum Prüfstein demokratischer
Gesellschaften. Um so wichtiger wird die Auseinandersetzung mit Exil
und innerer Emigration, Vertreibung und Zensur insbesondere von
Künstern und Intellektuellen im Zeichen von Diktatur und Unfreiheit.
Die Idee für das Zentrum der verfolgten Künste als interdisziplinäres Forschungs- und Ausstellungsprojekt fußt auf den Visionen der Else-Lasker-Schüler-Stiftung Verbrannte und verbannte Dichter/Künstler sowie der Solinger Bürgerstiftung "Museum für verfemte Künste".
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Ausstellungen und Exponate
 Der Grundstock für eine ständige Ausstellung im
"realen" Zentrum der verfolgten Künste wurde von den beteiligten
Initiative
n und Stiftungen in den letzten Jahren erworben bzw. für das
Museum Baden gesichert.
Im
Wesentlichen handelt es sich dabei um ausgewählte Werke der
Kunstsammlung Gerhard Schneider, die Else-Lasker-Schüler-Sammlung mit
grafischen Werken der Dichterin sowie die Sammlung Serke, eine in
dieser Form bisland einzigartige Dokumentation von Manuskripten,
Erstausgaben, Briefen und Fotos verbrannter und verbannter Literaten. Das "virtuelle" Zentrum stellt ausgewählte Ausstellungen und Exponate hier vor.
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Ausstellungseröffnung 2008 - ein weiterer Meilenstein erreicht
 Mit der Eröffnung der Ausstellung "Zentrum der
verfolgten Künste - Sammlung Jürgen Serke" wurde ein weiterer
Meilenstein auf dem Weg zum geplanten Zentrum im Museum Baden, Solingen
erreicht. Als Gäste und Festredner trugen u.a.
Jiri Grusa als Präsident des internationalen P.E.N.-Clubs, Dr. h.c.
Johannes Gerster als Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft
zur feierlichen Eröffnung bei. Die Website des Exil-Zentrums
dokumentiert Veranstaltung und Redebeiträge.
Vision - ein Zentrum als zentraler Ausstellungs- und Veranstaltungsort
 Hier dokumentieren wir Grundsatzartikel, Aufrufe und Überlegungen zur
Verwirklichung des Zentrums.
Einige der in den letzten Jahren geforderten Maßnahmen sind in der Zwischenzeit erfolgt
- andere, zentrale Ideen wie der Ausbau des Museums Baden in Solingen zum realen
Zentrum der verfolgten Künste stehen noch aus bzw. bedürfen weiterhin der Förderung von
privater und öffentlicher Hand.
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Zentrum der verfolgten Künste
 Die
Else-Lasker-Schüler-Stiftung ist eine Gründung der Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft,
Wuppertal und des PEN Zentrums deutschsprachiger Autoren im Ausland, London. Seit 1999 ist die Stiftung selbständig.
Ziel ist ein interdisziplinäres Zentrum der verfolgten Künste. Den
Stiftungsaufruf unterzeichneten zahrlreiche Schriftsteller im In- und
Ausland, darunter so bekannte Autoren und Autorinnen wie Sarah Kirsch,
Günter Grass, Wolf Biermann und Salman Rushdie.
zum Stiftungsaufruf (pdf-download)
Fördern Sie die Arbeit des Zentrums!
Die bisherigen Etappenziele konnten bisher weitgehend mit Hilfe
privater Stiftungsmittel erreicht werden. Für die Sicherung des bisher
mühsam Erarbeiteten und die Verwirklichung des Zentrums der Verfolgten
Künste mit operativen Möglichkeiten im Forschungs-, Dokumentations- und
Bildungsbereichs sind die Projektträger dringend auf weitere
Fördermittel angewiesen.
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Dokumentation und Bildung:
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Die verfolgte Intelligenz–
erinnert und dokumentiert
Das Exil-Archiv dokumentiert Zensur, Verfolgung und Exil/Emigration. Das Online-Archiv sammelt und publiziert Lebensläufe zensierter und/oder verfolgter Schriftsteller, Journalisten, Künstler, Wissenschaftler und anderer Intellektueller.
ausführliche Projektinfo
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Online-Lernportal:
Exil, Migration und Fremdsein
Der Exil-Club greift als pädagogisches Internetprojekt zeitgeschichtliche Themen für Jugendliche auf.
Die Lern- und Arbeitsumgebung eignet sich für Unterricht und Bildungsprojekte in Schule und Jugendarbeit.
ausführliche Projektinfo
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